Arbeit4.0

Arbeit4.0

Wer schreibt dieses Blog?

Beim Dehner-Verdi-Infoblog arbeiten Gewerkschaftsmitglieder und KollegInnen aus unterschiedlichen Bereichen und Märkten mit. Mit unseren Beiträgen wollen wir für mehr Information im Unternehmen sorgen und allen KollegInnen eine Plattform zum Austausch geben.

Montag, 14. Februar 2011

Angst und Verunsicherung! Die Dehner Unternehmensstrategie?


„Die wichtigste Aufgabe von Führungskräften ist, eine Umgebung zu schaffen, in der die Mitarbeiter leidenschaftlich entschlossen sind, auf dem Markt erfolgreich zu sein. Furcht spielt eine große Rolle, diese Leidenschaft zu entwickeln und zu bewahren, Angst vor dem Wettbewerb, Angst vor einem Bankrott, Angst, einen Fehler zumachen, und Angst, zu verlieren, können starke Motivationskräfte sein“

Die Beschäftigten eines Unternehmens werden systematisch mit verschiedenen betriebs- und gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen konfrontiert und massiv unter Druck gesetzt: Ihnen wird vorgerechnet, wie hoch die Renditen auf dem Kapitalmärkten sind, welche Marktposition die Konkurrenz (Mitbewerber) erreicht hat und dass der Unternehmensgewinn noch weit hinter den Erwartungen der Eigentümer zurückbleibt. Gebetsmühlenartig wird von den Geschäftsleitung wiederholt, dass das Unternehmen nur „überleben“ könne, wenn sie – die Beschäftigten – noch rentabler wären.

Im „Wettlauf der Besessenen“ wird von den Menschen verlangt, ein immer noch höheres Arbeitspensum zu bewältigen, um mit mehr Produktivität die Ausweitung der Ladenöffnungszeit an Sonn- und Feiertragen, die Preiskriege und Rabattschlachten sowie die Ausweitung der Verkaufsflächen zu finanzieren. Auf die Beschäftigten die den unmenschlichen Anforderungen nicht standhalten können wird oft massiver Druck ausgeübt, bis hin zur Kündigung um jeden Preis. Es ist fast jedes Mittel recht um die Arbeitskosten zu senken. Was in den Tarifverhandlungen nicht erreicht werden konnte(Minusstunden, Zugriff auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld) wird nun auf der betrieblichen Ebene versucht. Deshalb hat Dehner die Tarifbindung verlassen, die tariflichen Mindestregelungen waren zuviel. Da sich die Beschäftigten gemeinsam mit Verdi gewehrt haben, wird nun versucht die Belegschaft in den Betriebne zu spalten. Es sollen Abgruppierungen von Beschäftigten durchgeführt werden, Neueinstellungen zu Niedriglöhnen und der Anteil befristeter und teilzeitbeschäftigter ausgeweitet werden.
Die Geschäftsleitung setzt gezielt auf die Erzeugung von Angst und Unsicherheit: Angst, dem Leistungsdruck nicht mehr Stand halten zu können, Angst, die Rechnungen am Ende des Monats nicht mehr bezahlen zu können, Angst den Arbeitsplatz zu verlieren.
Aus diesem Grund ist Dehner die Flächentarifverträge und die gewerkschaftliche Gegenwehr ein gewaltiger Dorn im Auge: Flächentarifverträge sichern den Beschäftigten menschenwürdige Einkommens- und Arbeitsbedingungen, Flächentarifverträge setzen dem Wettlauf um immer noch niedrigere Löhne und schlechten Arbeitsbedingungen wirksame Grenzen. Gewerkschaftlich organisierte Kolleginnen und Kollegen sorgen z.B. in den Betriebsräten dafür, dass Tarifverträge und andere Rechte nicht nur auf dem Papier stehen sondern Realität werden und bleiben. Ihr Mut, ihre Courasche und ihr gesellschaftspolitisches Engagement machen sie nicht selten zur Zielscheibe der Attacken von Führungskräften.
Die Herren der Geschäftsleitung haben sich zum Ziel gesetzt „Dehner als gewerkschaftsfreie Zone zu machen.“ Beschäftigte und Betriebsräte könnten dann zu rechtlosen Bittstellern degradiert werden.
Das ist das Ziel, wenn Unternehmen Angst und Unsicherheit zum Führungskonzept erklärt haben und man spürt die Angst auch unter den Führungskräften der mittleren bis unteren Führungsebene.
Geld (Prämien) beruht das Gewissen, die Angst das vorgegebene Ziel nicht zu erreichen fördert die Kreativität das Ziel zu erreichen, z.B. Personalkosten zu sparen.

Kommentare:

  1. Zu Bittstellern wie es Dehner gerne hätte werden wir uns doch hoffentlich nicht machen lassen. Eher mal eine woche in der Sasion das Zentrallager durch Streik schliessen. Wenn das aber doch nur in den Köpfen dieser Mitarbeiter Platz hätte dann wäre die Tarifbindung schon wieder da.

    AntwortenLöschen
  2. Wer Kämpft kann verlieren
    (aber auch gewinnen!!)

    W e r nicht k ä m p f t Hat s c h o n verloren.

    Allso laß uns gemeinsam FÜR DEN Tarit kämpfen.
    Nur Mut !!!!

    AntwortenLöschen
  3. Der Tarif sichert einen Mitarbeiter, wie ein Netz.

    Es muß nur noch in den Köpfen unserer nicht mitstreikenden Mitarbeiter ankommen ,dass wir nur das BESTE für uns Alle wollen und nicht die Firma kaputt machen wollen.
    Wenn was erreicht wird, dann am schnellsten als Gemeinschaft ! Hallo Zentrallager Rain AUFWACHEN!!!!!!!!!!!
    Machne haben die Scheuklappen sehr eng zugezogen.
    Ganz nach dem Motto :
    Was ich nicht sehe muß ich auch nicht verstehen!
    Wir Alle dürfen uns nicht zu sicher sein , denn das was wir momentan haben, kann sehr schnell auch weg sein. Denkt an die Änderungs-Kündigung oder die neuen Verträge.
    Eine zwei Klassen Belegschaft kann und soll nicht das Ziel sein.
    Darum :
    Wählt einen Betriebsrat ( einen gescheiten) und organisiert Euch gewerkschaftlich. Man kann nicht genug starkt Partner an seiner Seite haben !
    Schönen Tag

    AntwortenLöschen
  4. Der logische Denker4. Februar 2011 um 20:29

    Der logische Denker möchte sich heut mal an die Marktleiter wenden,
    möchte ihnen schöne Grüße senden!
    Marktleiter bei Dehner, sie leben gefährlich,
    manche von ihnen fühlen sich unentbehrlich.
    Es gibt z.B. einen ehemaligen Betriebsvorsitzenden, der es bis zum Filialleiter konnte schaffen,
    für einen echten Betriebsrat müssen hier allerdings große Lücken klaffen.
    Leider kann man sich bei Dehner auch mal einen Betriebsrat einkaufen,
    der dann, wie die Geschäftsführer tun, dem Geld nachlaufen.
    So einen Aufstieg habe ich bei Dehner bisher nur einmal erlebt,
    ob da nicht in absehbarer Zeit im NU die Erde bebt?
    Dies ist bisher bei Dehner ein einmaliger Fall,
    ich warte hier schon mal auf den großen Knall.
    Die Erfüllungsgehilfen sind hier besonders beliebt,
    ob ihnen das dann fürs Ego was gibt?

    Die vielen anständigen Marktleiter bei Dehner haben es schwer,
    denn hinter denen ist die Geschäftsleitung besonders her.
    Respekt kann ich nur vor denen mit Menschlichkeit zeigen,
    vor denen sollten sich eigentlich alle verneigen.
    Doch bei der Geschäftsleitung ist es genau anders rum,
    die halten geraden die Guten für dumm.
    Bei einem guten Marktleiter wird der Mitarbeiter durch Motivation aktiviert,
    bei einem schlechten ist die ganze Mannschaft frustriert.

    Wie gefährlich ihr lebt,
    ihr an zwei Beispielen seht:
    Zwei Warengruppenleiter wurden ganz unverdrossen
    von heute auf morgen abgeschossen.
    Wenn bei Dehner eine Führungskraft in „Ungnade“ fällt,
    wird sie in der Gruppenleiterbesprechung an den Pranger gestellt.
    Er kann seinen Namen vor versammelter Mannschaft lesen,
    dass er mal Warengruppenleiter gewesen.
    Die Geschäftsleitung sich nicht lange ziert,
    vom Warengruppenleiter zum Gruppenleiter wurde er dekradiert.

    Bei einem Filialleiter macht es noch viel schneller bum
    und er fällt in der Dehner-Hierarchie ganz leicht um.
    Schaut doch mal an das schwarze Brett,
    so seht ihr, bald monatlich ist einer weg!
    Ist das nicht allerhand,
    dem Druck halten die oft nicht stand!
    Sie können sich somit nicht gegen die Geschäftsleitung wehren,
    sonst gehen sie halt bald zum Straßen kehren!

    Deshalb sollten sie aber nicht ruhn,
    denn der Betriebsrat bei Dehner kann auch für sie einiges tun.

    Manche haben sich zwar gedacht,
    sie hätten bei Dehner eine große Macht.
    Aber die Geschäftsleitung lässt sie schwitzen,
    sie dürfen bei Besprechungen nicht mal mehr alleine an den Tischen sitzen!
    Einer von der Geschäftsleitung muss die Gespräche mithören
    und am Tisch sitzen und alles stören!
    So können sich die Filialleiter nicht entfalten
    und somit bleibt bei Dehner alles beim Alten!

    Auch bei den Jubilarehrungen ist das so,
    liebe Geschäftsführer, macht euch das froh?
    Auch im Osten Deutschlands wurde das mal gemacht,
    langfristig hat es aber auch nichts gebracht!

    Wollt ihr denn warten bis nichts mehr geht
    oder sich die jetztige Situation von alleine dreht?

    Ob die Filialleiter bei Dehner das endlich schnallen
    oder lassen sie sich wohl weiterhin alles gefallen?

    Wehrt euch, kann ich euch nur sagen,
    sonst werden sie euch eben weiterhin plagen
    und ihr müsst weiterhin die Laune der Geschäftsleitung ertragen!

    Euer logischer Denker

    AntwortenLöschen
  5. Bravo, ein sehr gelungenes Gedicht.Tja für die Marktleiter wird die Luft auch immer dünner und der Druck größer.Dieses Jahr soll noch mehr Umsatz her,aber leider wollen viele Mitarbeiter nicht mehr so.Bin mal gespannt wie unser Ml in Frühjahr wieder rudert wenn die Mitarbeiter ausfallen, langsamer werden oder streiken.Bei der jetzigen Motivation die wir von der Gl bekommen (kein Tarif) ist dieses Dehnerbild vorprogrammiert.

    AntwortenLöschen

Sie können Ihre Kommentare vollständig anonym abgeben. Wählen Sie dazu bei "Kommentar schreiben als..." die Option "anonym". Wenn Sie unter einem Pseudonym schreiben wollen, wählen Sie die Option "Name/URL". Die Eingabe einer URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht nötig.