Arbeit4.0

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Beim Dehner-Verdi-Infoblog arbeiten Gewerkschaftsmitglieder und KollegInnen aus unterschiedlichen Bereichen und Märkten mit. Mit unseren Beiträgen wollen wir für mehr Information im Unternehmen sorgen und allen KollegInnen eine Plattform zum Austausch geben.

Dienstag, 11. Januar 2011

Fragen zur Arbeitszeit in der Unternehmenszentrale



Arbeitszeit, Überstunden, Kappzeiten, Arbeitsvertrag...
Geleistete Arbeitszeit ist zu vergüten! Siehe BGB (Bürgerliches Gesetzbuch).
Grundvoraussetzung ist eine korrekte Zeiterfassung.
Geleistete Arbeitszeiten dürfen nicht so ohne weiteres gekappt werden.
Das gilt vor allem im Gleitzeitbereich, hier sieht unsere Betriebsvereinbarung vor, dass nur 15 Stunden in den nächsten Monat mit übernommen werden können. Alle weiteren Stunden werden gekappt, also von der Arbeitgeberin ohne Bezahlung dankend entgegen genommen.
So sieht es aber unsere gültige Betriebsvereinbarung nicht vor:
Verantwortlich für die Einhaltung der Betriebsvereinbarung § 6 ist der/die Dienstvorgesetzte.
Wird nun zum Monatsende das Gleitzeitkonto von 15 Stunden überschritten und es wird dem/der Kollegen/in nicht Gelegenheit gegeben, Stunden abzubauen, handelt es sich um Überstunden die dann, nach entsprechenden Antrag beim Betriebsrat, auf dem Freizeitkonto gutzuschreiben sind. Auf keinen Fall dürfen die geleisteten Stunden einfach unter den Tisch fallen.
Überstunden und Arbeitsvertrag:
Hier sagt die Rechtsprechung, Klauseln im Arbeitsvertrag, wonach Überstunden mit dem Gehalt als abgegolten gelten, sind nur wirksam, wenn sie transparent und verständlich formuliert sind. Aus der Formulierung muss insbesondere klar hervorgehen, wie viele Überstunden abgedeckt werden sollen. Fehlt diese Angabe im Arbeitsvertrag ist jede Überstunde zu vergüten.
Ausgenommen von gesetzlichen, tariflichen Regel sowie von Betriebsvereinbarungen sind leitende Angestellte.
Es geht um Gerechtigkeit!
Wer gearbeitet hat, hat auch den Anspruch auf Vergütung!
Bei Arbeitszeit die nicht vergütet wird handelt es sich um Schwarzarbeit, es werden Sozialbeiträge und Steuern hinterzogen und das ist strafbar, siehe § 266a StGB – Vorenthalten und Veruntreuung von Arbeitsentgelt.
Weitere Gesetze und Urteile nachlesen:
BGB: §§ 306, 307, 612, ArbZG § 16
Bundesarbeitsgericht vom 01.09.2010 – Aktenzeichen 5 AZR 517/09

Wenn jeder dem Arbeitgeber Arbeitszeit schenkt, dann kann der Arbeitgeber froh und munter weitere Arbeitsplätze abbauen!

*Quellen:
-lexetius.com
-gesetze-im-internet.de

Kommentare:

  1. darum werden wir im pep auch immer mit minus eingetragen, obwohl wir das gar nicht wollen, denn wen wir krank werden lacht sich dehner ins fäustchen und sagt planzeit ist arbeitszeit!

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  2. Den PEP dürfte es eigentlich garnicht geben, da die Einführung mitbestimmungspflichtig (BR) ist.
    Meines Wissens hat der Gesamtbetriebsrat der generellen Einführung nicht zugestimmt,da Z.B Zuschläge und andere Besonderheiten aus BV und MTV nicht korrekt abgerechnet werden.Eine wirkliche Übersicht hat man auch nicht,da die Stunden Rückwärts (Bringschuld) gerechnet werden.
    Es sollte hierzu eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen werden!!!!
    Auch ist die manuelle Eingabe der Arbeitszeit und deren Korrekturmöglichkeiten intensiver zu betrachten.
    Es gibt einige Mitarbeiter,die vor ihrem eigentlichen Arbeitsbeginn bereits anfangen und später als das offizielle Ende gehen.Hier werden dem Arbeitgeber ( man rechne bei ca.100 Filialen à 30-50 Personnen mal 15 min./tägl.bei 6Tage/Woche ) viel geschenkt und dem Staat,-uns-, viel gestohlen.
    Es wäre wohl angebracht zu überlegen,ob mit "moderner Stechuhr" eine genaue Zeiterfassung nicht sinnvoller wäre.

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  3. Also Stechuhr hatten wir schon in einer Filiale wurde aber wieder abgeschaft zu genau un a draufzahlgeschäft für die Herrn.

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  4. Eine Stechuhr wäre super!Bei uns in der Filiale maßen sich Mitarbeiter an,immer wieder zu betonen,da wir schließlich ein Saisonbetrieb sind, kann es ja wohl nicht angehen,dass die Freilandkollegen auch in der Saison auf ihrem freien Tag bestehen.Dieselben Mitarbeiter haben selbst aber höchstens einmal auf ihren freien Tag verzichtet,und es immerhin einmal für ca.3Std geschafft, beim Sommerflor auszuhelfen.Dann wurde es wohl zu stressig.Witzig, gell?

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  5. Tja,da sieht man wieder,dass so manche liebe Kollegen das kluge Köpfchen wohl nur auf dem Hals haben,damit es nicht rein regnet!

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  6. ein freier Tag in der Woche steht wohl jeder Vollzeitkraft zu. Egal ob Saison ist oder?
    Leider gibt es bei uns auch solche die ihren Kopf nur benutzen um beim Ml zu glänzen.Vor allem wenn Wgl und Regionsleiter angekündigt sind.

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  7. Unerer Marktleiter hat gesagt, das er keine Tanteme mehr auf Überstunden zum Jahresende bekommt. Ist da was Wahres dran ? Oder hat er wieder mal gelogen ? Wie ist das bei Euch ?

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  8. Unser Marktleiter hat gesagt, das er keine Tanteme mehr auf Überstunden zum Jahresende bekommt. Ist da was Wahres dran ? Oder hat er wieder mal gelogen ? Wie ist das bei Euch ?

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  9. Rückkehr der ver.di-Ritter9. Februar 2011 um 07:45

    Klar sagt er wahrscheinlich die Wahrheit. Er wird bestimmt auf Minusstunden Tantieme bekommen. Den wer will schon noch Überstunden bei Dehner.
    Da kann man doch die Beschäftigten nicht um ihre Mehrarbeitszuschläge prellen.

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  10. Ich finde es traurig, dass man sich an die gemachten Überstunden dran macht, wenn man leider mal krank wird.
    Hallo?... diese Stunden hat man sich vom PRIVATLEBEN abgezwackt und möchte sie auch wieder bekommen.

    Du kannst alles geben aber zurück bekommst Du nur einen Tritt.
    Traurig aber wahr.

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  11. wenn du im Pep mit Minus stehst und krank wirst, hast du Pech gehabt. Wir lassen uns nicht mehr mit Minus eintragen, dann kann das nicht passieren und früher heimgehen kann man auch so mal!

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  12. Die gesetzliche Grenze von 10 Stunden Arbeitszeit wird auch völlig ignoriert. Ist das bei euch auch eher Durchschnitt bis Minimum ?? Der Arbeitgeber ist laut Gesetz verpflichtet, die Einhaltung sicherzustellen - macht er aber nicht.

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  13. Grundsätzlich sind Anweisungen, Einsatzpläne und Vereinbarungen, die gegen geltendes Recht verstoßen, unwirksam (sittenwidrig). Anders ausgedrückt: ein Einsatzplan mit mehr als 10 Stunden ist nicht verbindlich für den Arbeitnehmer. Man sagt einfach Nein und geht spätestens nach 10 Stunden. Doch wer macht das schon?

    All das passiert doch nur, weil die Meisten von uns sich das klaglos gefallen lassen und das teilweise auch noch gut finden. Wir bekommen oft genug erklärt, dass wir für den Erhalt unseres Arbeitsplatzes mehr Flexibilität zeigen müssen. Wenn man das dann tut und quasi die Arbeit von zwei Leuten in der halben Zeit macht, werden plötzlich leer gewordene Stellen nicht wieder besetzt - wozu auch, es funktioniert ja auch so. Wir werden somit erfolgreich belogen, denn:

    Unsere Flexibilität GEFÄHRDET unsere Arbeitsplätze, anstatt sie zu sichern!!!

    Hier hilft nur gemeinsames Handeln, doch daran scheitert es leider. Zwischen "Sei doch froh, dass du ne Arbeit hast" und "Ist doch alles in Ordnung" liegen die verratenen Träume und Ideale tot am Boden. Wir schwenken mutig die Papierfähnchen mit der Aufschrift "Gerechtigkeit" sobald wir unbeobachtet sind, doch im Kleingedruckten steht da "Made in China". Ich finds einfach nur noch zum Kotzen. :-(

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  14. Mehr als 10 Stunden gibt es zum Glück bei uns nicht. Da paßt unser BR auf.
    Aber wir sind auch so schon nach 8 Stunden total fertig. Mit immer weniger Leuten mehr Arbeit schaffen. Und immer mehr Kollegen werden schneller krank.

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  15. Hallo? 10 Stunden ? Aber nicht freiwillig bei der Hitze. Ich mußte mich heute regelrecht zwingen meine Arbeit zu erledigen. Die Kommentare der Kunden haben noch ihr Übriges getan, wie- habt ihr es aber heiß hier, wie halten sie das aus ? und schwub waren sie wieder weg.

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  16. Heiß wars im Sommer schon immer bei Dehner. Aber irgendwie nimmt das immer mehr zu und schlauchen tut mich das etrem.
    Die GL hat sicher Klimaanlage.

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  17. Wer kümmert sich um einzelne Arbeiter, die ihren Beruf, sich selbst, die Kollegen und die Kunden ernstnehmen, in ihrem Arbeitsumfeld beim "Dehner"allerdings auf Intrigen, Verleumdung und Hindernisse stoßen?
    Wer kann helfen wenn die Vernunft und ehrliche, sachliche Gespräche zu noch mehr Ausgrenzung und Ablehnung führen?

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