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Beim Dehner-Verdi-Infoblog arbeiten Gewerkschaftsmitglieder und KollegInnen aus unterschiedlichen Bereichen und Märkten mit. Mit unseren Beiträgen wollen wir für mehr Information im Unternehmen sorgen und allen KollegInnen eine Plattform zum Austausch geben.

Freitag, 10. Mai 2013

WIEDER STREIKS BEI DEHNER ++PRESSEMITTEILUNG++

Augsburg u.a., 10.05.2013
Streikauftakt im bayerischen Einzelhandel

Wir kämpfen für existenzsichernde Tarifverträge

Augsburg u.a., 10.05.2013. Bereits zwei Tage nach der ersten Tarifverhandlung im bayerischen Einzelhandel kommt es zu ersten Streikaktionen in Bayern.
Verärgert über die wenig wertschätzende Haltung der Handelskonzerne treten die Beschäftigten mehrerer Betriebe in den Ausstand.
Betroffen sind die H&M Filialen in Memmingen, Würzburg, Schweinfurt, Augsburg Moritzplatz und Augsburg Willi-Brandt-Platz, Kaufland in Vöhringen und in Schweinfurt, sowie Karstadt in Augsburg.
Ihren Streik fortsetzen werden die Beschäftigten der Dehner Gartencenter in Neu-Ulm, Senden, Königsbrunn und Augsburg.
Sie kämpfen bereits seit Ostern gegen die Tarifflucht ihrer Geschäftsführung, die vor vier Jahren ihren Tarifaustritt erklärte.

"Die Beschäftigten sind sauer über die Haltung der Arbeitgebervertreter in der diesjährigen Tarifrunde im Einzelhandel. Anstatt Respekt und Anerkennung für die Leistung der Einzelhandelsbeschäftigten durch dringend notwendige Entgelterhöhungen zu gewähren, wollen die Konzerne mit Worthülsen wie "Modernisierung" oder "Entgeltreformen" massive Einschnitte in die existenzsichernden Tarifverträge erzwingen", erklärte der ver.di Verhandlungsführer, Hubert Thiermeyer.

Die Arbeitgebervertreter verweigerten ein Angebot für notwendige Entgelterhöhungen und forderten stattdessen Eingriffe in die Schutzregelungen für die Beschäftigten bei der Arbeitszeit, Einschnitte bei der Bezahlung der Verkaufstätigkeiten, Kürzungen bei den Nacht- und Spätzuschlägen sowie Billiglöhne für die Beschäftigten der Warenverräumung.

"Die Beschäftigten leisten jeden Tag hervorragende Arbeit und müssen immer mehr in immer kürzerer Zeit erledigen. Sie haben wieder einmal Riesengewinne im Handel erwirtschaftet und deshalb endlich reale Lohnsteigerungen verdient", so Thomas Gürlebeck, ver.di Streikleiter in Augsburg.

"Es ist doch ein Hammer, dass Handelskonzerne den Hals nicht voll kriegen und jetzt auch noch Dumpinglöhne gerade bei den schlechter bezahlten Kolleginnen und Kollegen durch setzen wollen", erklärt Peter König, ver.di Streikleiter in Würzburg und Schweinfurt.

Besondere Anerkennung verdient der Streik der Dehnerbeschäftigten, die nun seit vier Jahren für ihre Rückkehr in den Schutz existenzsichernder Tarifverträge kämpfen.

Ihre Ansprechpartner:

Thomas Gürlebeck Tel.: 0171/4808882

Peter König Tel.: 0171/4540007

Hintergrund:

Nach Beschäftigtenbefragungen, an der sich über 2.000 Beschäftigte des bayerischen Einzelhandels beteiligt haben, hat die Große Tarifkommission am 12. März folgende Forderungen für den bayerischen Einzel- und Versandhandels beschlossen:

· die Erhöhung der Tabellen für die Löhne und Gehälter um 6,5 %, mindestens jedoch um 140 € im   Monat,

· die Erhöhung der Tabellen für die Auszubildenden um 90 € im Monat,

· bei einer Laufzeit des neuen Tarifvertrages von 12 Monaten.
   

In der ersten Tarifverhandlung am 7. Mai lehnten die bayerischen Arbeitgebervertreter ein Angebot ab. Im Gegenzug forderten sie massive Einschnitte in die existenzsichernden Regelungen der Tarifverträge. Sie forderten Eingriffe bei der Arbeitszeit, Einschnitte bei der Bezahlung der Verkaufstätigkeiten, Kürzungen bei den Nacht- und Spätzuschlägen sowie Billiglöhne für die Beschäftigten der Warenverräumung.

Kommentare:

  1. ein Verkäufer12. Mai 2013 um 09:56

    Schämen sollte sich die Arbeitgeberseite, solche Forderungen bei den Tarifverhandlungen aufzustellen. Wer soll Ihre Produkte dann noch kaufen können. Wir im Einselhandel sind so schon keine Großverdiener und müssen jeden Monat rechnen.
    Löhne runter, Kaufkraft runter und dann abhauen nach Asien, wenn der Markt nichts mehr hergibt. Aber auf lange Sicht wird daraus ein Bumerang. Es ist nur schlimm, das es uns zuerst trifft und sie zuletzt.

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  2. Dehner macht nur noch Kohle durch die preisanhebungen und nicht durch wareneinsatz!
    Das heißt wir müssten jedes Jahr ein Verkaufsoffener Sonntag mehr auf machen damit wir ein Gewinn Zuwachs haben.

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