Arbeit4.0

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Wer schreibt dieses Blog?

Beim Dehner-Verdi-Infoblog arbeiten Gewerkschaftsmitglieder und KollegInnen aus unterschiedlichen Bereichen und Märkten mit. Mit unseren Beiträgen wollen wir für mehr Information im Unternehmen sorgen und allen KollegInnen eine Plattform zum Austausch geben.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Tarifverhandlungen 2013 - 5.0

2. Tarifverhandlung im bayerischen Einzelhandel

Handelskonzerne wollen Kahlschlagorgie mit der Brechstange

In der zweiten Tarifverhandlung machten die Arbeitgeber klar, dass sie an ihrer Kahlschlagorgie  in den existenzsichernden Tarifverträgen festhalten.
Das ist ein Skandal, denn fünf der zehn reichsten Menschen in Deutschland kommen  aus dem Handel. Auf  der anderen Seite ist der Handel die Branche mit den meisten Aufstockern. Das heißt, Menschen bekommen bei Vollzeitarbeit von den Arbeitgebern sowenig bezahlt, dass die Gesellschaft zuschießen muss. Dass die Arbeitgeber nun die Umverteilung von unten nach oben weiter beschleunigen und noch mehr Menschen zu Aufstockern degradieren wollen ist Klassenkampf von oben.
Konkret fordern die Arbeitgeber:
  • Die Schutzregelungen bei der Arbeitszeit sollen abgebaut werden.Beschäftigte und ihre Familien sollen sich bedingungslos dem Betrieb unterordnen
  • Kürzung der Spät- und Nachtzuschläge
    Erst mal für die Tätigkeit der Warenverräumung
  • Abgruppierung bei der VerkaufstätigkeitWeniger Geld für VerkäuferInnen
  • Billiglöhne für die Warenverräumung.Tätigkeiten sollen als erster Schritt abgruppiert werden
Da die Mehrzahl der Beschäftigten im Handel nur mehr für Teilzeitarbeit bezahlt werden sollen sie nach Arbeitgebersicht für 20 Stunden bezahlt werden, aber 70 Stunden auf Abruf zur Verfügung stehen. Dafür streicht man ihnen dann die Zuschläge und will am Ende noch das Gehalt kürzen.
Respekt geht anders! Kämpfen wir dafür.

Die nächsten Verhandlungen sind für den 15.07.2013 terminiert.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Tarifverhandlungen 2013 - 4.0

Dehner Beschäftigte kämpfen für existenzsichernde Tarifverträge

Die Streikaktionen der Beschäftigten von Dehner Gartencenter für ihre existenzsicherndenTarifverträge erreichen ihren Höhepunkt in der laufenden Gartensaison.
Konkret zum Streik aufgerufen werden die Beschäftigten der Dehner Gartencenter in Kempten, Kaufbeuren, Memmingen, München-Kirchtrudering, Neu-Ulm, Senden, Königsbrunn und Augsburg Ackermannstr.
„Die Flucht der Dehner Geschäftsführung aus der Tarifbindung wollen die Beschäftigten auch nach vier Jahren nicht hinnehmen. Gerade im Einzelhandel sind geschützte Mindestbedingungen für die Beschäftigten und ihre Familien, wie sie Tarifverträge bieten, elementar, dies zeigen viele Beispiele aus anderen Konzernen“, so Manuela  Schraut, ver.di Streikleiterin im Allgäu.
„Es ist einfach toll wie entschlossen und mutig die Dehner Beschäftigten für ihre Kolleginnen und Kollegen um existenzsichernde Tarifverträge kämpfen. Sie geben nicht auf und wollen solange keine Ruhe geben, bis sie wieder den Schutz von Tarifverträgen durchgesetzt haben“, so Thomas Gürlebeck, ver.di Streikleiter in Schwaben.
„Die Beschäftigten sind auch sauer, weil sie hervorragende Leistungen gebracht haben und sich die Unternehmensleitung auf Kosten der Belegschaft saniert hat aber trotz hervorragender Gewinne die Tarifbindung verweigert wird,“ beschreibt Victoria Sklomeit, ver.di Streikleiterin in München die Stimmung bei den Streikenden.

Dienstag, 25. Juni 2013

Tarifverhandlungen 2013 - 3.0

Streikauftakt im bayerischen Einzelhandel

Wir kämpfen für existenzsichernde Tarifverträge

Bereits zwei Tage nach der ersten Tarifverhandlung im bayerischen Einzelhandel kommt es zu ersten Streikaktionen in Bayern. Verärgert über die wenig wertschätzende Haltung der Handelskonzerne treten die Beschäftigten mehrerer Betriebe in den Ausstand. Betroffen sind die H&M Filialen in Memmingen, Würzburg, Schweinfurt, Augsburg Moritzplatz und Augsburg Willi-Brandt-Platz, Kaufland in Vöhringen und in Schweinfurt, sowie Karstadt in Augsburg. Ihren Streik fortsetzen werden die Beschäftigten der Dehner Gartencenter in Neu-Ulm, Senden, Königsbrunn, Augsburg, Memmingen, Kempten, Kaufbeuren und München-Trudering. Sie kämpfen bereits seit Ostern gegen die Tarifflucht ihrer Geschäftsführung, die vor vier Jahren ihren Tarifaustritt erklärte.