Arbeit4.0

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Wer schreibt dieses Blog?

Beim Dehner-Verdi-Infoblog arbeiten Gewerkschaftsmitglieder und KollegInnen aus unterschiedlichen Bereichen und Märkten mit. Mit unseren Beiträgen wollen wir für mehr Information im Unternehmen sorgen und allen KollegInnen eine Plattform zum Austausch geben.

Samstag, 20. Oktober 2012

Thema Ladenöffnungszeiten


„Ladenschluss ist Familienschutz“


Erzbischof Schick warnt vor Lockerung der Ladenöffnungszeiten in Bayern
Bamberg. (bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick wendet sich gegen
Bestrebungen, die Ladenöffnungszeiten zu lockern. Dieses Vorhaben richte sich gegen
Arbeitnehmer, Familien und Vereine im Freistaat, sagte der Erzbischof am Montag in
Bamberg.
„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einzelhandel sind Menschen, die auch ein
Privatleben haben, sich um ihre Familie kümmern sowie sich nach Feierabend in
Vereinen und der Kirche engagieren“, so Schick. Durch verlängerte Öffnungszeiten
würden immer mehr Beschäftige zu familienabträglichen und gesundheitlich
belastenden Schichtdiensten gezwungen. „Das Ladenschlussgesetz ist auch ein
Familienschutzgesetz“, betonte Schick.
„Niemand muss rund um die Uhr einkaufen“, sagte der Erzbischof. Es sei auch nicht
anzunehmen, dass durch längere Öffnungszeiten mehr gekauft werde, der Konsum
verteile sich dann nur auf einen größeren Zeitraum.
„Unsere Gesellschaft lebt nicht von Konsum und Tourismus, sondern von lebendigen
Familien, die auch Zeit füreinander haben müssen“, sagte Schick. Für das kulturreiche
Bayern seien die Bläser-, Gesangs-, Trachten- und alle kirchlichen Vereine
unabdingbar. „Sie brauchen den freien Abend, um ihr Vereinsleben zu pflegen.“
Zudem befürchtet der Erzbischof, dass die Lockerung der Ladenschlusszeiten an
Werktagen nur ein erster Schritt wäre, dem auch der Schutz von Sonn- und Feiertagen zum Opfer fallen würde. „Das dürfen wir
als Kirche nicht zulassen“, sagte er.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Ein Gedicht zum nachdenken

Fragen eines lesenden Arbeiters


Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt ?
 

In welchen Häusern des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?

Wohin gingen an dem Abend,
an dem die chinesische Mauer fertig war die Maurer?  

Das große Rom Ist voll von Triumphbögen.
Wer errichtete sie?

Über wen triumphierten die Cäsaren?

Hatte das vielbesungene Byzanz nur Paläste für seine Bewohner?  

Selbst in dem sagenhaften Atlantis brüllten in der Nacht,
wo das Meer es verschlang 
die ersaufenden nach ihren Sklaven.

Der junge Alexander eroberte Indien.
Er allein?

Cäsar schlug die Gallier.
Hatte er wenigstens einen Koch bei sich?

Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte untergegangen war.
Weinte sonst niemand?

Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg.
Wer siegte außer ihm?  

Jede Seite ein Sieg.
Wer kochte den Siegesschmaus?  

Alle zehn Jahre ein großer Mann.
Wer bezahlte die Spesen?  

So viele Berichte.
So viele Fragen.

Ein Gedicht von Bert Brecht


Wir finden diese Gedicht trifft alles auf den Punkt.
Auch bei Dehner.

Fragen eines Mitarbeiters.

Wer baute das Imperium Dehner auf?
In den Büchern stehen die Namen von den Gründern der Firma und den Geschäftsführern.  
Haben die Gründer und Geschäftsführer selbst die Ziegelsteine herbeigeschleppt?

Und das mehrmalige Umbauen der Märkte. 
Wer richtete die Märkte immer wieder ein? 

In prunkvollen Häusern wohnt die Führungspitze  des gutgehenden Unternehmens Dehner .
Hat das Fußvolk aus den Märkten auch die Möglichkeit,
in angemessenen Unterkünften zu wohnen? 

Die Aufbauten in den Märkten werden laufen wieder neu umgestaltet,
und auf den aktuellen Stand gebracht.  
Wer errichtet die Aufbauten und hat die tollen Ideen dazu?

Über wen triumphieren die Geschäftsführer? 
  
In den Zeiten, wo der Kundenrückgang und die Hilflosigkeit der Geschäftsführer sehr bemerkbar ist, brüllen die Bosse, 
nach ihren Weberknechten.
Hat die Führungsriege vielleicht einen verkehrten Weg eingelenkt? 

Die Gesellschafter und Geschäftsführer erwirtschaften sehr gute Umsätze mit den Märkten.
Haben die Herren das nur sich alleine zu verdanken?

Herr Weber flüchtete aus dem Tarifvertrag. 
Hat er dabei je einen Gedanken verschwendet, wie wichtig der Tarifvertrag für die Belegschaft war und ist?

Der Belegschaft graute, als die neuen Arbeitsverträge für die neuen Mitarbeiter-innen eingeführt wurden. 
Interessierte das die Geschäftsführer?

Die Geschäftsführer bekommen jeden Monat riesen Gehälter ausbezahlt .  
Weiß die Geschäftsführung auch, wie ein Verkäufer mit seinem Gehalt zurechtkommt?  

Wenig Personal in den Märkten.
Ein Sieg für den Geldbeutel der Verantwortlichen. 
Finden das die gestressten Kollegen-innen gut und richtig?  

Die Geschäftsleitung erwartet mehr Flexibilität und längere Arbeitszeiten von den Mitarbeitern.  
Ist die Geschäftsleitung auch flexibel genug, den Mitarbeiter-innen den Tarifvertrag zurückzugeben? 

So viele Berichte.
So viele Fragen.


Montag, 8. Oktober 2012

BIG BROTHER IHLE

Gericht entscheidet gegen Big Brother Ihle :

( Wir berichteten darüber. Link: Antrag Ihle )

Der Antrag von Ihle wurde abgelehnt.


Der Imageschaden für Ihle dürfte jetzt schon beträchtlich sein:
- Einsatz von illegaler Spionagesoftware auf Betriebsratsrechnern
- Betriebsrat-Mobbing durch unzulässige Kündigung und Zerren des Betriebsrats vor Gericht
- mehrere Zeitungsberichte über den Vorgang
- Polizeieinsatz vor Gericht und Demonstrationen gegen Ihle

 Wir warten schon dringend darauf, dass Ihle wegen des Einsatzes von Spionagesoftware belangt wird.

 Das gibt dann auch wieder schöne Schlagzeilen für Ihle.

Empfehlung an Ihle:

Auf das Backen konzentrieren und zusammenarbeiten, statt gegeneinander.


Anbei die Mitteilung zur Gerichtsverhandlung:

[Landbäckerei Ihle] Erfolg für den Betriebsrat - Arbeitsgericht weist Antrag auf Ersetzung der Zustimmung zur Kündigung zurück

An UnterstützerInnen und DGB-Gewerkschaften in BCC

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ein toller Erfolg für unseren von der Kündigung bedrohten Kollegen. Das Arbeitsgericht Augsburg hat heute entschieden:
„Der Antrag der Beteiligten zu 1 vom 04.06.2012 auf Ersetzung der Zustimmung nach § 103 Abs. 2 BetrVG zu einer außerordentlichen Kündigung des Beteiligten zu 3 wird zurückgewiesen.“
Das Arbeitsgericht Augsburg hat damit die angestrebte Verdachtskündigung des Betriebsratsvorsitzenden der Landbäckerei Ihle gestoppt. Die Arbeitgeberin hatte sich die fehlende Zustimmung des Betriebsrats zur angestrebten Kündigung ersetzen lassen wollen. Das Arbeitsgericht wies das Ansinnen zurück. Die Bäckerei hatte für die Verdachtskündigung Erkenntnisse vorgetragen, die durch heimliche Bildschirmfotografien eines Betriebsratsrechners gewonnen wurden. Das Arbeitsgericht hielt die Art und Weise der Überwachung nicht für verhältnismäßig und damit für rechtswidrig.„Wir hoffen, dass die Geschäftsleitung das Kündigungsverfahren jetzt endgültig einstellt“, kommentiert Tim Lubecki von der NGG.„Betriebsrat und Gewerkschaft NGG sind bereit für vertrauensvolle Zusammenarbeit.“