Arbeit4.0

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Wer schreibt dieses Blog?

Beim Dehner-Verdi-Infoblog arbeiten Gewerkschaftsmitglieder und KollegInnen aus unterschiedlichen Bereichen und Märkten mit. Mit unseren Beiträgen wollen wir für mehr Information im Unternehmen sorgen und allen KollegInnen eine Plattform zum Austausch geben.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Kundenbefragung -Azubi-Projekt 2012  -        
                    ausgewertet?


Wie uns bekannt wurde erhielten Ende August, Anfang September alle Märkte die Auswertung der Kundenbefragung. Diese wurde für die Mitarbeiter öffentlich ausgehängt.

Doch halt - ausgewertet und für die Mitarbeiter ersichtlich sieht anders aus.

 

Die Auswertung der einzelnen Fragen wurde prozentual  jeweils in einem Balkendiagramm dargestellt.
Auch nicht für einen Markt, sondern zusammengefasst für die einzelnen Regionen.
Den Mitarbeiter können somit sehen, wie ihre Region zu den anderen in jeder Frage abgeschnitten hat.

"Sehr informativ."


Wie der eigene Markt abgeschnitten hatte, wurde den Mitarbeitern nicht gesagt.

Dafür erhielt aber jeder Marktleiter ein gesondertes Schreiben, in dem waren die Prozente der einzelnen Fragen, wo sein Markt besonders schlecht abgeschnitten hatte, aufgeführt.
Gleichzeitig wurde den Marktleitern empfohlen, doch in diesen Fragen auf seine Mitarbeiter einzuwirken.

Für die Einwirkung wurden ihnen folgende Seminare "Empfohlen".

 

- Erfolgreich Führen im Hause Dehner

 - Motivation von Mitarbeitern durch aktive Führungsarbeit

- Der Kunde als Gast in unserem Hause  - Einsteiger -

- Freundlichkeit an der Kasse


Nun werden wir sehen, welche Marktleiter in der nächsten Zeit (Jahr) auf Schulung sind und wo die Mitarbeiter zu einem Gespräch vom Marktleiter aufgefordert werden.

Wird spannend, da ja auch noch die Klage der Rechtmäßigkeit der Befragung, vom GBR läuft.

Sonntag, 30. September 2012

Überlegungen zu dem Post: Wertschätzung der Arbeit

Wenn andere Einzelhandelsunternehmen
(die würden sich die Finger abschlecken) solche Umsatzzahlen wie bei Dehner einfahren könnten:

Würden sich die Geschäftsführer gegenseitig die Füße küssen.

Es gibt für die Geschäftsleitung überhaupt keine haltbaren Gründe mehr, uns den Tarifvertrag zu verwehren.


Natürlich habe wir Überlegungen angestellt:

Vielleicht eigene Befindlichkeiten oder Profilneurosen der Geschäftsführer?

Vielleicht ist es eine gemeine Behauptung von uns?  Oder auch nicht?

Wir bekommen die Gehälter inzwischen annähernd nach tariflichen Regelungen ausbezahlt.

Allerdings nur ohne Tarifbindung, und neuen früher oder später schlechtergestellten Arbeitsverträgen.


Was verschenkt sich die Geschäftsführung dabei, in die Tarifbindung zurückzukehren?

Die Voraussetzungen, die Gehälter von Heute auf Morgen wieder zu senken?

Die Arbeitszeiten ,Urlaubsansprüche,Weihnachts-Urlaubsgeld und vieles mehr einfach zu streichen?

Laut Aussagen der Geschäftsleitung ist so etwas doch überhaupt nicht geplant?!

Was würde geschehen, wenn die Unternehmensführung die oben genannten Themen doch umsetzen würde? 


Wir denken, die Betriebsräte würden wieder in der Öffentlichkeit diese schräge Nummer breittreten.

Streiken?

Querdenken?

Oder auch nicht?

Ein Lotteriespiel für die Geschäftsleitung.

Oder ein Glücksspiel für den Gesamtbetriebsrat oder die Betriebsräte?

Wir glauben nicht, dass diese Fragenspiele zu einem berechenbaren Ziel für beide Seiten führen.

Fakt ist:
Wir wünschen uns allgemeine Gleichbehandlung für alle.

Dies wird erreicht durch Mindestarbeitsbedingungen und Entlohnung, die in Tarifverträgen  durch Verhandlungskommissionen von beiden Parteien verhandelt werden.
(Arbeitgeber und Gewerkschaften- entsendet von Arbeitnehmern)

Dies wird erreicht durch tarifverbindliche Arbeitsverträge, die für alle gleiche Arbeitsvoraussetzungen schafft.
Das würde auch die Abschaffung der neuen Arbeitsverträge voraussetzen.

Fakt ist:
Die Geschäftsführung würde sich keinen Zacken aus ihrer Krone brechen, wenn wieder Tarifbindung wäre.

Fakt ist:
Sturheit ist hier fehl am Platz.


Sehr geehrte Geschäftsleitung, was ist Euer Problem dabei?

Die Gewerkschaft?

Springt auch mal über die eigenen Schatten.



Von Euren Angestellten verlangt Ihr es auch täglich.









Mittwoch, 26. September 2012

Wertschätzung der Arbeit   -  Teil I


Im August erhielten die Beschäftigten bei Dehner ein Lohnerhöhung
 von 2,5 %

Prima !

0,5 % über Tarif

Warum dann keinen Tarifeintritt ?


Flexibilität und Anpassung an die aktuelle Wirtschaftsituation  kann nicht gelten.
Denn dann hätte die Lohnerhöhung bei den diesjährigen Umsatzzuwächsen in 2012  weit höher ausfallen   müssen.

Auch kann ein Haustarif mit verd.i  abgeschlossen werden, der in den Lohnerhöhungen je nach Wirtschaftslage  zum Tarif abweicht, aber alles andere vom Manteltarifvertrag beinhaltet. 


Warum also keinen Tarifvertrag ?


2,5 % können auch sehr gut vergeben werden. Bei der Einsparung an Arbeitskräften in allen Märkten, ist diese Zahlung vielfach heraus gewirtschaftet.
Zu dem Umsatzzuwachs haben in erheblichen Teil die Beschäftigten bei Dehner mit beigetragen, die ständig  an Ihrem Leistunglimit  arbeiten.

Früher war es nach der anstrengenden Saison möglich, etwas Luft zu schnappen und sich langsam zu regenerieren, durch Urlaub und normale Arbeitszeiten. Das ist in den letzten zwei, drei Jahren nicht mehr möglich.
Durch die enge Personaldecke und Urlaub geht es mit den Überstunden  auch nach der Saison weiter.
Überlastung fordert immer häufiger Tribut in Form von kranken Kollegen. Diese Lücken können auch keine 400.- € Kräfte schließen, die nur einen Tag in der Woche da sind.

Wertschätzung der Arbeit und der Leistungen der vielen Kollegen sieht anders aus.

Warum also keinen Tarifvertrag zur Absicherung der Mitarbeiter mit Arbeitszeit, Urlaub und und und......